Monster Hunt – Formen und Funktionen des Monströsen im Videospiel

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R.P.D.-Officer Marvin Branagh fürchtet sich im Resident Evil 2 Remake. Screenshot: Capcom

Ungeheuer und Monster aller Art bilden einen wesentlichen Bestandteil der Videospiel-Geschichte. Von den putzigen Geistern in Pac-Man über Donkey Kong, der sich im Lauf der Jahre vom ersten Boss-Gegner der Videospiel-Geschichte zu einem liebenswerten Antihelden entwickelt hat, bis hin zu Zombies und Untoten aller Art, die langlebige Spielreihen von Resident Evil bis hin zu Plants vs. Zombies heimsuchen. In der Disney-Produktion Wreck It Ralph besucht der cholerische Boss-Gegner eines fiktiven Arcade-Spiels aus den frühen 1980er Jahren sogar regelmäßig eine Selbsthilfegruppe für Videospiel-Schurken, in der sich sämtliche Monster der Games-Geschichte einfinden.

Was fasziniert uns an Monstern in Videospielen? Weshalb nehmen wir seit mittlerweile über vierzig Jahren immer wieder ihre Herausforderungen an? Welche Funktion übernehmen sie innerhalb des Gamedesigns und was haben sie mit den Spielregeln medienübergreifender Genres wie Horror, Fantasy und Science-Fiction zu tun? Welche Spielformen und ästhetischen Konventionen haben sich um sie herausgebildet und welche Möglichkeiten für einen Perspektivenwechsel eröffnen Videospiele im Vergleich zu traditionelleren Medien?

Der Workshop untersucht die historische Entwicklung von Monstern in Videospielen, ihre Formen und Funktionen. Auf dem Programm stehen die mit dem Unheimlichen verbundenen erzählerischen Muster und Motive, sowie die unterschiedlichen ästhetischen Ausprägungen des Ungeheuerlichen. Wie beispielsweise die diversen Game-Adaptionen zu den Werken des Schriftstellers H.P. Lovecraft verdeutlichen, können Andeutungen manchmal weitaus effektvoller als explizite Darstellungen wirken. Ausgehend von den ästhetischen und dramaturgischen Ausformungen des Monströsen im Videospiel begeben wir uns im Workshop auf eine Spurensuche nach deren soziokulturellen Implikationen. Was sagen die spielerischen Subtexte über gesellschaftliche Normen und unsere verborgenen Ängste aus? Gibt es neben den spannenden Variationen von Genre-Standards vielleicht sogar die Möglichkeit zur subversiven spielerischen Korrektur überholter Wertvorstellungen?

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Termin/e

  • 16.11.2019 10:00-12:00 Uhr

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